Liebe Mitbürger,

wir haben die AfD-Fraktion für ihre Gemeindevertretung Glienicke/Nordbahn gegründet und mit der Arbeit begonnen. Kaum im Amt, schon bekommen wir Schnappatmung. 2022 will die EU das Plastik-Granulat in Kunstrasenplätzen verbieten. Kommunen und Fußballvereine „dürfen“ dann umplanen.

5000 Kunstrasenplätze gibt es in Deutschland, und viele weitere Vereine haben eine solche Anlage auf dem Wunschzettel. Anders als Naturrasen kann Kunstrasen auch bei schlechtem Wetter bespielt werden und braucht keine Erholungspausen. Gerade in Ballungsräumen, wo Rasenzeiten knapp sind, ist das für den Amateurfußball wichtig. Für umso mehr Verunsicherung hat die Debatte gesorgt, die seit einigen Monaten geführt wird: Die Europäische Union plant ein Verbot des Plastikgranulats, mit dem die Kunstrasenplätze regelmäßig wieder aufgefüllt werden.

Jeder, der schon mal auf Kunstrasen gespielt hat, kennt das: Nach der Partie klebt das Granulat an den Schuhen und am Körper. Auch bei starkem Regen und bei der Schneeräumung wird das Granulat abgetragen, kann in die Umwelt geraten – und beispielsweise Fische vergiften. Auf einem Fußballplatz liegen etwa 35 Tonnen Granulat. Nach Schätzungen des Fraunhofer-Instituts verursachen Kunstrasenplätze in Deutschland deshalb mehr Mikroplastik als Kosmetika und Textilwäsche zusammen.

So werden in Bremen schon seit 2011 keine Kunstrasenplätze mehr neu gebaut, die mit Granulat gefüllt werden. Aber etliche sind noch in Betrieb; die Lebensdauer eines Platzes beträgt etwa zwölf Jahre. Die Umrüstung koste pro Spielfeld etwa 180.000 € bis 200.000 . Andere Kommunen schätzen die Sanierungskosten sogar auf bis zu eine halbe Millionen Euro pro Platz.

Das Verbot wird kommen. Gibt es aber eine Übergangszeit, könnten zumindest bestehende Anlagen weitergenutzt werden, bis sie sowieso saniert werden müssen.

Ohne Übergangszeit müssten zudem sehr viele Plätze in kurzer Zeit umgerüstet werden. Das würde die Preise bei den darauf spezialisierten Firmen in die Höhe treiben. Dass sich das alle Vereine und Kommunen leisten können, glaubt niemand. Platzsperrungen wären dann wohl unausweichlich. Und das wäre für den Amateurfußball eine Katastrophe.

AfD Glienicke